Glück auf, ihr Lieben!
Wat ne Aufregung! Heute war bei uns endlich der Tag gekommen, an dem de dicke Pelle runter musste. De Schafe hatten nämlich ’nen Termin beim Friseur. Abba nich so mit Anfahrt und Parkplatzsuche – nee, der Profi is direkt zu uns nach Hause gekommen. Hausbesuch vom Feinsten!
Der Schreihals macht den Anfang
Wie dat immer so is: Wer de größte Klappe hat, is als Erster dran. Einer von de Jungs meinte ja den ganzen Vormittag, er müsste ordentlich Rambazamba machen und rummähen. Tja, Pech gehabt! Der Friseur hat ihn sich direkt als Erster geschnappt. Erst noch de dicke Lippe riskiert, und plötzlich stand er da wie n‘ begossener Pudel – nur eben als nacktes Schaf.
Lena und der Traum vonne Dauerwelle
Als nächstes war de Lena an de Reihe. Die hatte sich dat ja janz schick vorgestellt: Eigentlich wollte se nur de Spitzen beischnippeln lassen und hat wohl heimlich auf ne Dauerwelle gehofft. Abba Pustekuchen! Der Friseur hat kurzen Prozess jemacht und ruck-zuck war de Pracht ab.
Hennes macht den Sack zu
Zum Schluss kam dann noch der Hennes dran. Der hat sich zwar erst n‘ bischen geziert, abba wat mutt, dat mutt. Nachdem er auch geschoren war, war de ganze Maloche endlich getan.
Identitätskrise auffe Wiese
Dat Beste kam abba danach: De drei ham erst ma‘ de Beine inne Hand jenommen und de Flucht ergriffen. Dann standen se da auffe Wiese und ham sich gegenseitig janz dusselig angeglotzt, als ob se sich selba nich mehr wiedererkennen würden. Ich sag euch, ich hab mir vor Lachen fast inne Buchse jemacht und mich auffen Rasen rumjekuhlt bei dem Anblick! Sogar de Schwalben ham sich dat Spektakel ausse sichere Entfernung angeguckt und wahrscheinlich auch ihren Teil jedacht.
Jetz ham wir wieder jede Menge Wolle abzugeben. Ich brauch jetz erst ma‘ ne Pause von de janze Aufpasserei und dat Rumgehampel hier.
Bis bald, Eure Frieda
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