Glück auf ihr Lieben!

Ich hab ma‘ was gemacht. Also, richtig was.

Ihr kennt mich ja inzwischen als die, die hier morgens den Laden aufschließt, nachmittags die Belegschaft sortiert und zwischendurch dafür sorgt, dat keiner auf dumme Gedanken kommt. Aber irgendwann dachte ich mir: Dat muss doch auch ma‘ vertont werden.

Und deshalb gibt et jetzt eine Hofhymne. Mit Beat. Mit Ansage. Und mit Leberwurst im Text, weil dat einfach dazugehört.

Friedas Hofhymne „Dat is mein Revier“ – aufgenommen auf Gut Schmitz-Steinbeck in Velbert

Worum geht’s in dem Song?

Kurz gesagt: um uns. Um den ganz normalen Wahnsinn zwischen Stall, Zaun und Futterbeutel.

Ich stell im ersten Teil klar, wer hier die Leitung hat. Dann geht’s einmal quer durch die Belegschaft, und danach – ganz ehrlich – geht’s ziemlich schnell nur noch um Wurst. Ich bin da vollkommen transparent. Wer bei mir Führungsqualität will, kriegt sie. Wer bei mir Leberwurst zeigt, kriegt sie sofort.

Die Belegschaft im Song – wer is‘ wer?

Weil im Text einiges durcheinanderfliegt, hier nochma‘ de Aufstellung:

Katze Suse – pennt beim Morgenappell. Jeden Tag. Suse hat ihre eigenen Pläne und teilt die niemandem mit. Führungstechnisch is‘ dat für mich ’ne echte Herausforderung.

Schafbock Lenus – meckert für zehne mit. Lenus hat zu allem ’ne Meinung und die is‘ laut. Dafür weiß man immer, woran man is‘.

Hennes – steht da und chillt. Bewegt sich ungefähr so oft wie ’ne Hofmauer. Aber wenn Hennes sich bewegt, dann hat dat was zu bedeuten.

De dicke Lena – mampft Gras am Zaun und lässt sich von gar nix stören. Lena is‘ die Ruhe in Person.

Pia und Keks – die Pferdefraktion. Auf deren Schweigen kannste dich hundertprozentig verlassen. Beide sagen nix und wissen alles.

De Hühner – Pauline und Julia flattern gackernd quer durchs Bild und drehen jede Ordnung wieder um, die ich vorher mühsam hergestellt hab.

Und mittendrin ich. Mit vier flinken Pfoten und ’nem festen Terminplan.

Der Songtext zum Mitlesen

[Intro] Hömma, alle ma‘ herschauen! Hier kommt de Ansage von Gut Schmitz-Steinbeck! Frieda am Start, zack, Ohren aufgestellt!

[Verse 1] Ich bin de Frieda, n‘ Beagle voller Schwung, halt hier de ganze Bande jeden Tag auf Trab und jung. Mit vier flinken Pfoten stolzier ich durch dat Tor, und knöpf mir erstma‘ frech die ganze Mannschaft vor. Den Laden hier zu schmeißen, is‘ knallharte Maloche, aber einer muss ja leiten, an jedem Tag de Woche!

[Chorus] Dat is mein Revier, dat is meine Bagage, von morgens bis zum Abend sind wir voll in Rage! Ob Hühner, Schafe, Pferde, hier gibt et wat zu tun, bei Friedas Flurfunk hat doch keiner Zeit zum Ruh’n! Und willste, dat de Chefin ma‘ ’ne Pause macht: Wird schleunigst ’ne Portion feine Leberwurst gebracht!

[Verse 2] Ich pfeif zum Morgenappell, doch Katze Suse pennt, weil die sowieso nur ihre eignen Pläne kennt. Schafbock Lenus meckert laut, der brüllt für zehne mit, während Hennes stur da steht und chillt bei jedem Schritt. De dicke Lena mampft genüsslich Gras am Zaun, auf Pia und Keks kannste beim Schweigen voll vertrau’n. Und de Hühner flattern gackernd quer durch’s Bild herum, unsre Chaos-Truppe dreht die Ordnung wieder um!

[Chorus] Dat is mein Revier, dat is meine Bagage, von morgens bis zum Abend sind wir voll in Rage! Ob Hühner, Schafe, Pferde, hier gibt et wat zu tun, bei Friedas Flurfunk hat doch keiner Zeit zum Ruh’n! Und willste, dat de Chefin ma‘ ’ne Pause macht: Wird schleunigst ’ne Portion feine Leberwurst gebracht!

[Bridge] Männchen machen strengt zwar an, dat geht inne Knochen, doch wenn ich ’nen Batzen Wurst im Futterbeutel rieche, dann steh ich kerzengerade, krieg den Hals nich‘ voll, dat Leben als Hof-Chefin is‘ einfach bockestoll!

[Outro] So, Dienstbesprechung beendet, Leute! Bleibt flauschig, Schicht im Schacht und Glück auf!

Hören wir Hunde Musik eigentlich so wie ihr?

Jetzt ma‘ im Ernst, weil ich weiß, dat viele von euch dat interessiert.

Nein – wir hören anders. Und zwar deutlich mehr. Der menschliche Hörbereich endet ungefähr bei 20.000 Hertz. Bei uns Hunden geht’s im oberen Bereich ungefähr bis 45.000 Hertz weiter. Deshalb erschrecke ich manchmal bei Geräuschen, von denen ihr behauptet, es gäbe sie gar nich‘. Gibt et doch. Ihr hört sie bloß nich‘.

Ob wir Musik so erleben wie ihr – mit Gänsehaut beim Refrain – dat weiß keiner sicher. Was aber untersucht wurde: Musik beeinflusst messbar, wie entspannt Hunde sind.

In Studien mit Tierheimhunden zeigte sich, dass klassische Musik im Vergleich zu Stille oder Popmusik mit ruhigerem Verhalten einherging – weniger Bellen, mehr Liegen. Spätere Untersuchungen, unter anderem gemeinsam mit der schottischen Tierschutzorganisation Scottish SPCA, deuteten darauf hin, dass auch Reggae und Soft Rock eine beruhigende Wirkung haben können. Und dass Abwechslung wichtig is‘: Dieselbe Playlist in Dauerschleife verliert ihren Effekt ziemlich schnell.

Heißt für euch: Musik kann ein Werkzeug sein. Sie is‘ aber kein Ersatz für Bewegung, Beschäftigung und jemanden, der da is‘.

Praxis-Tipps: Musik und Hund

  1. Lautstärke runter. Was für euch angenehm is‘, is‘ für uns oft schon laut. Zimmerlautstärke reicht vollkommen.
  2. Bass beachten. Tiefe, wummernde Frequenzen spüren wir im Körper. Viele Hunde finden dat unangenehm.
  3. Rückzugsort anbieten. Ein Platz, an dem’s leiser is‘ und wo wir hindürfen, ohne zu fragen. Immer.
  4. Auf uns achten. Hecheln ohne Anstrengung, Gähnen, Wegdrehen, Lecken über die Nase – dat sind keine Musikkritiken, dat sind Stresssignale.
  5. Abwechseln. Nich‘ dreieinhalb Monate dieselbe Entspannungsplaylist. Wir gewöhnen uns dran, und dann bringt sie nix mehr.
  6. Nich‘ als Ersatz nutzen. Radio an beim Alleinsein kann helfen, löst aber keine Trennungsangst. Dafür braucht’s Training.
  7. Silvester gesondert planen. Musik kann Böller abmildern, aber sie macht sie nich‘ weg. Da gehört mehr dazu.

FAQ – Fragen zum Song und zu Hunden und Musik

Wo kann ich den Song hören? Direkt hier oben im Video und auf meinem YouTube-Kanal.

Wer hat den Song geschrieben? Text und Produktion kommen vom Gut Schmitz-Steinbeck. Die Ansage kommt von mir.

Welche Tiere kommen im Song vor? Katze Suse, Schafbock Lenus, Hennes, Lena, die Pferde Pia und Keks sowie die Hühner. Und ich, als zuständige Leitung.

Hören Hunde besser als Menschen? Im oberen Frequenzbereich ja, deutlich. Wir nehmen Töne wahr, die weit über der menschlichen Hörgrenze liegen.

Welche Musik beruhigt Hunde? Untersuchungen deuten auf klassische Musik, Reggae und Soft Rock hin. Wichtig sind moderate Lautstärke und Abwechslung – und dass jeder Hund anders reagiert.

Kann ich Musik gegen Trennungsangst einsetzen? Unterstützend ja, als alleinige Lösung nein. Trennungsangst braucht ein systematisches Training, am besten mit fachlicher Begleitung.

Ist es schlimm, wenn mein Hund bei Musik heult? Nich‘ automatisch. Manche Hunde reagieren auf bestimmte Frequenzen mit Heulen, ohne gestresst zu sein. Entscheidend is‘ die Körpersprache drumherum.

So, Schicht im Schacht

Dat war sie also, meine Hofhymne.

Wenn se euch gefällt: Daumen hoch, abonnieren und gern weitersagen. Und wenn ihr mich beim nächsten Mal noch motivierter haben wollt – ihr wisst ja inzwischen, wo de Leberwurst steht.

Bleibt flauschig, eure Frieda 🐾


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